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Grundsteinlegung auf Thuns grösster Baustelle
Jetzt kann es so richtig losgehen: Am Mittwoch erfolgte für Stadion und Einkaufszentrum in Thun Süd die Grundsteinlegung. Bereits in einem Jahr soll das erste Fussballspiel in der modernen Sportstätte ausgetragen werden.
In den letzten drei Monaten sind rund 140'000 Kubikmeter Aushubmaterial bei Thuns grösster Baustelle abgeführt worden. Inzwischen sind der erste Teil der Bodenplatte und der Decke über dem UG des Einkaufszentrums sowie ein Drittel der Einstellhalle betoniert. Die Zahlen sind beeindruckend: Bis heute wurden rund 7500 Kubikmeter Beton und 700 Tonnen Eisen verlegt, 130 Betonstützen angebracht und 150 Deckenelemente eingesetzt. Derzeit arbeiten rund 60 Bauarbeiter und Installateure auf der Baustelle.
In Form eines Fussballs
Am Mittwoch stand der Betrieb für einmal still: Im Rahmen einer kleinen Feier erfolgte die Grundsteinlegung – und zwar exakt an der Stelle, wo das Einkaufszentrum, das Panorama-Center, und das Fussballstadion miteinander verbunden sind. Der Grundstein in Form eines Fussballs wurde per Kran in ein vorbereitetes Loch manövriert. Martin Kull (CEO des Generalunternehmers HRS Real Estate), Carlos Reinhard (Präsident der Genossenschaft Fussballstadion Thun Süd), Martin Strehl (Verwaltungsratspräsident der Stadion Thun AG), Ursula Haller (zuständige Gemeinderätin), Heinz Klausner (Unternehmensleiter Liegenschaften-Betrieb AG) und Markus Stähli (Präsident FC Thun) griffen daraufhin zur Schaufel und bedeckten den Grundstein mit Erde. Darin befinden sich wichtige Dokumente wie die Baubewilligung und Pläne des 170-Millionen-Projekts.
Erster Penalty versenkt
Für den ersten Höhepunkt an der Feier sorgte zuvor bereits Murat Yakin, der Trainer des FC Thun. Er und sein Team waren als Überraschungsgäste geladen. Noch bevor die Referenten ihre Dankesworte an die 300 Anwesenden richten konnten, versenkte er den ersten Penalty – und zwar genau von dem Punkt aus, wo die Strafstösse dereinst ausgeführt werden. Dass er dabei von keinem Torhüter am Erfolg gehindert wurde, störte niemanden – wohl auch deshalb, weil Yakin die Kugel wohl auch gegen einen motivierten Torhüter versenkt hätte. «Der FC Thun muss dafür sorgen, dass Feuer, Leidenschaft, Wille und Einsatzbereitschaft ins Stadion einziehen», mahnte FCT-Präsident Markus Stähli in seiner Ansprache. Und Martin Strehl doppelte nach: «Für eine erfolgreiche Zukunft ist der Ligaerhalt von grosser Bedeutung.»
Reicht die Zeit?
Das Bauvorhaben soll innerhalb der nächsten anderthalb Jahre fertig gestellt werden und bezugsbereit sein. Das Fussballstadion wird im Juni 2011 eingeweiht, das Einkaufszentrum am 24. September 2011 eröffnet. «Der Terminplan ist ambitiös. Er erscheint gar unrealistisch. Aber wir werden es schaffen», sagte Martin Kull vom Generalunternehmer HRS.
Nach wie vor noch ungelüftet bleibt das Geheimnis um den Namen der neuen Sportstätte. Carlos Reinhard liess sich auch gestern nicht in die Karten blicken: «Wir sind noch nicht soweit, um den Namen bekannt zu geben.» Auch sei noch unklar, ob dereinst auf Plastik oder Naturrasen gekickt werde. «Die Tendenz geht Richtung Kunstrasen, weil wir so das Stadion besser nutzen können. Entschieden ist aber noch nichts.»
Quelle: Thuner Tagblatt vom Donnerstag, 24. Juni 2010
